SPEAKER_1
[ 00:00:00,556 ] Hey, freut mich sehr, dass du da bist, Sherin. Es ist großartig, dass du mein erster Gast bist bei Brandbeschleuniger. Und ich würde sagen, fang doch erstmal an, etwas über dich zu sagen und vielleicht auch anzufangen mit, wer bist du, was tust du und was hast du gegründet?
SPEAKER_2
[ 00:00:21,296 ] Vielen lieben Dank für die Einladung. Eine große Ehre, hier den Podcast mit dir eröffnen zu können. Und ja, wer bin ich? Ich bin Sherin, ich komme aus Berlin, gebürtige, ich bin die Gründerin. Ich bin die Mitgründerin von Loosh, habe Loosh letztes Jahr gegründet mit meiner Mitgründerin Charlotte Küppers und Loosh ist eine Hydration-Brand. Wir haben einen großen Fokus auf Hydration als Plattform, aber auch von Anfang an gesagt, dass wir es als Recovery entsprechend positionieren wollen. Und ich habe viele Sachen vorher gemacht. Ich bin jetzt seit zwölf Jahren on und off immer wieder im Startup-Ökosystem unterwegs gewesen, in verschiedenen Rollen, operativ als Investorin und habe auch mal einen Schlenker gemacht in die Consulting-Welt damals. Das heißt, verschiedene Ebenen mitgenommen und auch verschiedene...
SPEAKER_2
[ 00:01:06,452 ] Transaktionen von wirklich in Startups investieren oder auch in Venture Capital Fonds investieren, in Startups mitarbeiten, in einem Startup Accelerator mitarbeiten und habe mich total in diese Startup-Welt und Unternehmerwelt verliebt und irgendwann, ich bin jetzt in meinen 30ern, habe ich mich gefragt, okay, wenn nicht jetzt, wann dann? Und deswegen musste es in die Gründung gehen. Und ja, mein ursprüngliches Ich, ich komme aus dem Leistungssport, bin da sehr ambitioniert unterwegs gewesen und war mit in der Nationalmannschaft, hat mir dann irgendwann gesagt, so wenn du es jetzt nicht machst, dann fährt der Zug irgendwann an dir vorbei. Und deswegen bin ich jetzt sehr, sehr glücklich, Gründerin zu sein.
SPEAKER_1
[ 00:01:46,785 ] Das ist total spannend. Nationalmannschaft von, also von Deutschland nehme ich an, aber was genau? Kannst du da noch was?
SPEAKER_2
[ 00:01:52,104 ] Genau, ich war 400 Meter Läuferin und bin dann in der deutschen Nationalmannschaft gelandet. Du fängst oder ich habe früh angefangen und irgendwann mich dazu entwickelt, dass ich Sprinterin geworden bin. Und habe dann verschiedene Disziplinen ausprobiert und irgendwann bin ich Deutschlands schnellste Zeit auf 300 Meter gelaufen und 300 Meter ist die Vorstufe von 400 Metern, weil man das erst ab 16 laufen darf. Und dann war ich ab 16 eben 400 Meter Läuferin und bin dann bis hoch in die U18 Nationalmannschaft, U20 Nationalmannschaft, U23 und irgendwann habe ich mich dann verletzt, aber die Zeit, die ich gemacht habe, war sehr, sehr cool.
SPEAKER_1
[ 00:02:28,989 ] Wow, du bist eine der wenigen Personen, die wirklich sagen kann, die Verletzung hat meine Karriere verändert. Nicht wie alle Männer, die mal sagen, hätte ich
damals nicht den Knieunfall gehabt, dann wäre ich Profifußballer geworden. Okay, verstanden. Total spannend. Und kannst du sagen, was sozusagen der ausschlaggebende Punkt für dich war, jetzt wirklich ein Startup zu künden und Loosh zu künden?
SPEAKER_2
[ 00:02:50,116 ] Ja, ich habe irgendwann, habe ich mich ehrlicherweise gelangweilt. Ich bin jemand, der sehr durch Wachstum und Wissen und Zulernen Freude gewinnt und auch darin aufgeht, noch weiter, noch mehr, noch. tiefer zu kommen. Und in den Jobs, die ich vorher gemacht habe, die sehr privilegiert sind, weil ich in Startups investieren durfte oder auch mit Unternehmen in der jungen Phase zusammenarbeiten durfte, war es aber irgendwann so, dass ich immer nur eine gewisse Phase abgedeckt habe.
SPEAKER_2
[ 00:03:25,606 ] Das heißt, du kannst Unternehmer und Gründer oder Gründerinnen dabei unterstützen, wenn du in sie investierst oder wenn du sie durch die Finanzierungsrunde führst oder, oder, es gibt ja verschiedene Positionen, die ich da mitgemacht habe, dass du halt immer nur eine bestimmte Phase mit abdeckst, einen bestimmten Punkt im Unternehmen siehst, ein bestimmtes Thema mitbekommst. Du kannst dann durch verschiedene Arten unterstützen. Du kannst durch dein Netzwerk unterstützen. Im Netzwerk war ich extrem gut. Ich habe mir relativ kurz, in kurzer Zeit, eine eigene Personal Brand aufgebaut, auf LinkedIn, über Startup Investments und Female VC und solche Themen gesprochen und wurde dann auch anerkannt dafür. Und mein Netzwerk ist dann entsprechend immer größer geworden.
SPEAKER_2
[ 00:04:07,590 ] Oder du hilfst halt mit Wissen, das du gesammelt hast durch deine operative Arbeit vorher und kannst dann aber trotzdem nur punktuell unterstützen. Und ja, ich habe auch vorher in einem Startup gearbeitet, aber ich war eben trotzdem nur Mitarbeiterin, auch wenn ich damals die erste Mitarbeiterin war. Es hat mich dann einfach irgendwann gekitzelt und ich wollte nicht nur diesen einen Bereich oder die eine Phase weitermachen, weil ich hätte dann wahrscheinlich weiter gehen können und ich hatte auch Angebote weiter in der Investmentwelt dort meine Karriere zu machen. Aber ich habe mir dann irgendwann gesagt, wie sieht denn das Ökosystem in anderen Märkten aus und Märkte, die schon deutlich weiter sind als der deutsche Markt.
SPEAKER_2
[ 00:04:50,616 ] Und dann habe ich mir das Silicon Valley angeguckt und USA und habe halt eben entsprechend gesehen, dass dort die... Investoren oder die Venture-Capital-Leute, die wirklich extrem gut sind, zu 80% Founder-Erfahrung haben. Und in Deutschland ist es genau umgekehrt. Fast 20% der deutschen Investoren, die Venture-Capital-Fonds anleiten und dann auch in Startups investieren und Startups beschleunigen, haben in Erfahrung als Gründer oder Gründerin. Und das hat mich so schockiert, dass ich dann irgendwann gesagt habe, ja gut, kein Wunder, weil wenn du vorher schon mal gegründet hast, bin ich der Meinung, bist du einfach noch besser darin. dann auch zu erfahren und zu wissen und zu verstehen, was ein gutes Startup ausmacht.
SPEAKER_2
[ 00:05:31,521 ] Und deswegen war dann für mich aufgrund von Fakten, aber auch von der eigenen Überzeugung und von der eigenen Neugierde der Punkt gesetzt, dass ich gesagt habe, okay, ich muss jetzt einfach mal gründen. Ich muss jeden Minischritt, jede Mini-Entscheidung, jedes Hindernis, was einem in den Weg gelegt wird, muss ich einmal mitmachen.
SPEAKER_1
[ 00:05:51,084 ] Okay, und jemals bereut?
SPEAKER_2
[ 00:05:52,344 ] Nein.
SPEAKER_1
[ 00:05:53,960 ] Das ist schon mal sehr schön. Wunderschönes Zwischenfazit. Du hast immer nicht alleine gegründet, hast du gesagt? Genau. Du hast mit deiner Freundin zusammen gegründet. Wie ist es? Lebt die Freundschaft noch? Wie geht es euch? Wie ist es, mit einer Freundin zusammen zu gründen? Würdest du es empfehlen? Musst du jetzt ja wahrscheinlich sogar sagen, aber hat bestimmt auch seine Herausforderungen. Ich bin sehr gespannt.
SPEAKER_0
[ 00:06:15,536 ] Ja,
SPEAKER_2
[ 00:06:16,842 ] das Gute bei mir und meiner Mitgründerin Lotte ist, dass wir uns tatsächlich zuerst über die Arbeit kennengelernt haben und sich dann daraus eine Freundschaft entwickelt hat. Deswegen bin ich total glücklich darüber. Wir haben aber auch in weiser Voraussicht, dass die meisten Startups an einem Co-Founder-Konflikt scheitern. Vorher total gestresstestet. Das heißt, wir haben den typischen Founder-Personality-Test gemacht und haben einmal unsere Persönlichkeitstests gegeneinander gehalten und sogar von einer systemischen Coachin prüfen lassen, wo gewisse Gefahren und Risiken sind, aber auch Potenziale. und Stärken und wie wir miteinander kommunizieren müssen. Dann haben wir uns zwei Wochen vor dem Berliner High Rocks letztes Jahr zum High Rocks angemeldet, ohne einmal ein High Rocks Training gemacht zu haben als Double.
SPEAKER_2
[ 00:07:07,674 ] Weil beim Sport auch wieder, und da komme ich ja her. Wenn du an deine Grenzen gehst, dann zeigt sich deine Charaktereigenschaft zu 100%. Dann zeigt sich, ob du deinen Teamplayer entsprechend mitziehst. ob du für ihn einspringst, wenn er nicht mehr kann, ob du über gewisse Grenzen hinausgehst, obwohl du nicht mehr kannst, wie ehrgeizig du bist, ob du jetzt noch die letzten 10% mitbringst oder aufgibst vorher, weil du einfach nicht mehr kannst oder die mentale Stärke nicht gegeben ist. Und all diese ganzen Sachen haben wir gemacht.
SPEAKER_2
[ 00:07:42,307 ] Und wir sind beide sehr dominante Personen und haben dann entsprechend auch bewiesen, dass wir in dieser Dominanz koexistieren können und uns vor allen Dingen, und das ist total wichtig und dafür schätze ich Lotte auch total, gemeinsam den Rücken stärken. Muss ich sagen, ich bin total glücklich, dass ich mit ihr gegründet habe und wir uns freundschaftlich auch vorher schon gut kennengelernt haben. Aber die Freundschaft noch nicht jahrelang bestand und noch nicht so festgefahren und tiefer, sondern noch frisch genug, weil sie auch in Düsseldorf gewohnt hat und dann erst nach Berlin gezogen ist. Die Distanz quasi oder je näher die physische Nähe quasi, desto näher wurde auch die Freundschaft.
SPEAKER_2
[ 00:08:29,714 ] Aber zu dem Zeitpunkt, als wir gegründet haben, war es jetzt noch nicht so best friends und wir hängen jeden Tag von morgens bis abends ab. Und ja, es hat sich bewiesen und wir können einfach total gut miteinander arbeiten, aber haben trotzdem noch Raum für. gemeinsame Abende oder private Themen, was auch total
wichtig ist.
SPEAKER_1
[ 00:08:49,207 ] Cool. Und dann jetzt die Frage, ihr seid zusammen gekommen und habt gemeinsam die Idee für Luge entwickelt. Wie ist sie entstanden? Wie seid ihr dazu gekommen? Das Thema ist klar, woher es kommt. Aus deiner Vita würde ich mal sagen.
SPEAKER_2
[ 00:09:01,929 ] Nicht unbedingt nur. Nicht unbedingt nur. Okay,
SPEAKER_1
[ 00:09:03,689 ] dann bin ich jetzt noch gespannter auf die Antwort.
SPEAKER_2
[ 00:09:06,581 ] Ja, das ist eine witzige Geschichte, weil Lotte und ich haben schon, ich glaube, anderthalb Jahre, bevor wir Loosh gegründet haben, gesagt, irgendwann gründen wir mal zusammen. Und es war immer so ein, ja, ja, irgendwann machen wir das mal zusammen. Und immer wenn wir uns gesehen haben, war es so, okay, gründen wir jetzt zusammen. Aber die Idee war noch nicht da und auch die Reife war noch nicht da und auch der Mut, dass wir aus unseren festen, sicheren Jobs rausgehen, war noch nicht komplett da. Und ich habe aber den Fortschritt gemacht und bin ihr zuvor gekommen und habe gekündigt und habe dann irgendwann gesagt, ich mache mich jetzt auf die Suche.
SPEAKER_2
[ 00:09:47,250 ] fest, aufgrund von meiner Leidenschaft und natürlich auch aufgrund von meiner Vita, wenn ich gründe, dann würde ich total gerne im Health-Markt gründen, weil da ist einfach ein Founder-Markt fit und die Wahrscheinlichkeit, dass ich irgendwann die Lust daran verliere, ist sehr gering. weil ich mich mein Leben lang schon mit Gesundheit auseinandersetze. Und bei ihr war es tatsächlich genauso. Also da hatten wir von vornherein eine totale Überschneidung, dass sie schon immer ein absoluter Supplement-Nerd war und schon immer sehr viele Supplements genommen hat, sogar Supplement-Stacks für ihre Freundinnen aufbereitet hat, weil dann ja auch oftmals die Frage kommt, was... Muss ich eigentlich nehmen? Und sie kannte sich immer total gut darin aus.
SPEAKER_2
[ 00:10:26,049 ] Und ich habe dann irgendwann beobachtet, dass sich unser Gesundheitssystem... total verändert. Von einem reaktiven Gesundheitssystem, du kümmerst dich erst um deine Gesundheit, wenn du Probleme bekommst, zu einem präventiven System. Und habe dann ganz, ganz viel gesucht nach Themen, nach möglichen Märkten, nach Lösungen und nach Problemen. Und bin dann auf Lotte zugegangen, als sie noch Founders Associate bei HerOne war. Und da meinte sie dann so, mal gucken, ich bin jetzt noch nicht so ganz bereit und long story short war es dann irgendwann so, dass wir uns zusammengesetzt haben und uns ganz, ganz fest darauf geeinigt haben, dass wenn wir ein Thema finden, dass sie dann auch direkt kündigt.
SPEAKER_2
[ 00:11:12,633 ] Und das heißt, wir haben uns an den Abenden, an den Wochenenden zusammengesetzt, eine Ideation gemacht und uns ganz viel damit auseinandergesetzt, in welchen Märkten sehen wir gerade Potenziale? Wo sehen wir bei uns persönlich auch Interessensfelder? Und wie können wir das zusammenbringen? Und die Idee hinter Luge kommt aus mehreren Perspektiven. Klar, ich war Leistungssportlerin, aber als ich Leistungssportlerin war, war der Supplementmarkt noch nicht da, wo er jetzt ist. Der ist in den letzten zehn Jahren extrem explodiert. Das heißt, jetzt heutzutage ist es
unausweichlich, dass du als Sportler Elektrolyte zu dir nimmst und verschiedene... andere Supplements. Damals hat mein Trainer zu mir gesagt, Sherin, trink ein Iso-Drink und iss eine Scheibe Toastbrot mit Honig und Butter vorm Training und that's it.
SPEAKER_2
[ 00:12:08,561 ] Ich habe mich aber trotzdem natürlich seitdem auch sportlich weiterentwickelt. Ich laufe Halbmarathon und habe dann angefangen auch zu supplementieren. Und irgendwann bin ich dann dazu gekommen, dass das Thema Hydration in anderen Märkten und ich habe in London gelebt, halt extrem groß ist, aber in Deutschland noch nicht. Genauso hat Lotte diesen Trend auch beobachtet und dann kommen verschiedene Felder hinzu. Ich habe mein ganzes Leben lang schon Probleme mit Trinken. Du wirst es wahrscheinlich bei dem Podcast sehen. Ich habe noch nicht so viel getrunken. So schlimm, dass mein Trainer oft mit mir gemeckert hat, weil ich dehydriert zum Training gekommen bin und nicht leistungsfähig war.
SPEAKER_2
[ 00:12:44,924 ] Und wir tatsächlich einige Streits deswegen hatten, weil ich es einfach vergessen habe und meine Mutter zu mir gekommen ist und mit mir damals, als ich noch ein Kind war, zum Arzt gegangen ist. zum Arzt, mit der Sorge gegangen ist, Sherin trinkt nicht. Sie braucht eine halbe Stunde für ein Wasserglas und ich habe Angst, dass meine Tochter dehydriert. Das heißt, ich habe das ganze Leben eigentlich schon mit dem Thema Hydration und Dehydrierung zu kämpfen. Es gibt diverse Tage und Male, wo ich mich immer wieder an meinem Schreibtisch oder wo auch immer daran erinnern muss, dass ich trinke, bis hin zu Ex-Freunden, die mit einem Wasserglas hinter mir hergerannt sind und gesagt haben, ich trinke bitte.
SPEAKER_2
[ 00:13:26,698 ] Also es ist wirklich schon so ein Nerventhema bei mir gewesen. Und das ist mir aber witzigerweise erst aufgefallen, als ich wirklich in dieses Thema reingeguckt habe, dass das so ein krasses Thema bei mir ist. Und dazu kam, dass wir halt beide mit der VC-Brille, Lott hat auch damals bei Dieter von Holzbrink Ventures gearbeitet und in Consumer Health Startups investiert. Das heißt, wir haben beide diese Founder, aber auch VC-Brille auf und haben uns halt auch angeguckt, welche Märkte sind gerade auch wachsen, weil wir wissen alle, wenn du ein Startup gründest, ist der Erfolg vom Startup nicht nur von dem Team abhängig, sondern ein Stück weit auch vom Timing und das Timing muss stimmen.
SPEAKER_2
[ 00:14:08,103 ] Und da haben wir einfach gesehen, dass in den USA das Thema extrem groß ist, in UK, was ein Markt ist, der immer so zwei, drei Jahre vor uns ist, auch extrem explodiert ist. Und in Deutschland sind Elektrolyte in der Notfallecke mit Elotrans, die dir sagen, nimm Elektrolyte, wenn du. Wenn du ein bisschen zu viel getrunken hast. Und wir haben gesagt, das Thema kann man ganz anders aufziehen und wir sehen das in einer komplett anderen Ecke, eher als Lifestyle-Brand, als etwas, was du jeden Tag zu dir nimmst, damit es dir besser geht, damit du leistungsfähiger bist und damit du dich eben von all dem, was du den Tag vorher erlebt hast, erholen kannst, beziehungsweise auch vorbereiten kannst, um besser zu performen.
SPEAKER_1
[ 00:14:50,595 ] Sehr cool. Ich habe auch zwei leere Gläser vor mir. Das ist nicht ohne Grund, weil ich muss das jetzt probieren. Du hast so viel darüber gesprochen. Ich bin wirklich durstig inzwischen. Das muss ich auch sagen. Und es gibt ja zwei Geschmacksrichtungen. Wir haben einmal Strawberry-Mint-Flavor und wir haben hier einmal Gurke und Lemon. Sehr gut. Ich fange mal mit Gurke und Lemon an. Ich muss ja nichts beachten. Einfach rein und Wasser drauf. Perfekt. Und was ich ja schon sehe ist,
ihr habt ja etwas anders gemacht. Ihr habt eine Marke gebaut und nicht einfach nur irgendwie Elektrolyte verpackt, so wie Elo Trans. Woher kam das?
SPEAKER_2
[ 00:15:25,374 ] Genau, wir haben eine Marke gebaut und zwar von Anfang an auch wirklich sehr viel Wert darauf gelegt, dass wir Luge als Marke positionieren und entgegen vielleicht anderer Brands sehr viele Gedanken da reingesteckt. was ist überhaupt unser Markenkern? Was ist unser Narrativ? Was sind so Kernelemente von unserer Marke? Und wie wollen wir uns positionieren? Und wenn du dir Health Brands anguckst, die alle im Gesundheitsmarkt sind, Dann suggerieren sie dir, du bist gesund, wenn du auf das, das und das und das verzichtest. Und das ist super langweilig. Und meistens sind die Farben dann pastellig oder irgendwie grün und so sehr, ich will jetzt nicht esoterisch. Aber so sehr soft und irgendwie natürlich.
SPEAKER_2
[ 00:16:22,195 ] Und wir haben gesagt, das Leben, so wie die meisten, also die Masse es lebt, ist schnelllebig, meistens hast du zu wenig Zeit, du versuchst noch irgendwie deinen Sport mit reinzubringen, aber du pushst eigentlich an allen Ecken des Lebens. dass du pushst auf der Arbeit, im Sport und im sozialen Leben und versuchst, alles miteinander zu kombinieren. Sei es im sozialen Leben deine Familie oder deine Freunde, deine Arbeit. deine Ziele, deine Karriere und auch deine Gesundheit, deinen Sport. Und dann sagt dir irgendeine Health Brand, ja, aber jetzt musst du auch noch das und das und das und die und die und die Regeln beachten, damit du dann auch noch gesund sein kannst. Und wir haben gesagt, nein. So spielt das Leben nicht.
SPEAKER_2
[ 00:17:06,842 ] Wir wollen eine Brand entwickeln, die dir erlaubt, im Sinne von Permission Marketing, dein Leben in vollen Zügen zu genießen und alles, was wir entwickeln, bringt dich wieder back on track und bereitet dich für das intensive Leben, das du lebst, vor. Und zwar daily, jeden Tag. Und deswegen haben wir gesagt, wir starten mit einer ganz starken Tagline, Recovery for the Reckless, weil das eine Anti-Wellness-Attitüde ist. Weil das Leben ist nicht Om Shalom, natürlich, auch kann sein. Und ich bin auch jemand, der sich sehr um seine Recovery und auch um seine Auszeiten kümmert. Aber ich bin auch jemand, der sich sehr um seine Auszeiten kümmert. jemand, der hart pusht. Und das sind wir fast alle.
SPEAKER_2
[ 00:17:50,425 ] Und deswegen haben wir gesagt, wir starten mit einer lauten Brand. Wir haben ein sehr plakatives Branding. Im Sinne von unseren Farben. Wir nutzen Farben wie sehr starkes Rot, sehr starkes Schwarz, haben da ein sehr starkes Colorblocking mit drin. Und alles, was wir machen, ist in unserer Schriftart, die wir machen, auch sehr laut, sehr anti-corporate, sehr frech.
SPEAKER_1
[ 00:18:19,980 ] Okay, und würdest du sagen, ich muss gleich mal das Wasser aufgießen, aber würdest du sagen, ihr habt sozusagen euch alle Sachen angeschaut, die gerade am Markt sind und habt versucht, das Gegenteil davon zu tun? Oder wie ist eure Marke tatsächlich entstanden?
SPEAKER_2
[ 00:18:34,475 ] Wir haben uns am Anfang mit Marken auseinandergesetzt, ja. Und wir haben uns vor allen Dingen angeguckt, welche Marken erfolgreich Branding gemacht haben. Ich gehe zum Beispiel auf Liquid Death, die durch ein sehr, sehr konträres Challenger-Brand-Markenkonzept komplett das Gegenteil suggeriert haben. Ich gehe auf True Fruits, die durch sehr, sehr mutige Werbesprüche einfach Aufmerksamkeit auf sich
gerichtet haben. Ich gehe auf verschiedene andere Brands, die wir uns einfach vorher angeguckt haben und halt geguckt haben. Wie setzen die Marketing um oder Branding um, sodass das Branding das Marketing am Ende trägt? Und ja, es ist am Anfang sehr viel mehr Arbeit, aber wir haben uns dann eben die verschiedenen Brand-Konzepte angeguckt und uns dafür entschieden, dass wir ein Challenger-Brand-Konzept sein wollen.
SPEAKER_2
[ 00:19:35,495 ] Und das war eine bewusste Entscheidung und so sind wir auch von Anfang an in den Start gegangen. Deswegen haben wir die Brands aufgezogen, deswegen haben wir am Anfang ein Brandbook erarbeitet und haben halt von Anfang an auch mit unserer ersten Kampagne, die wir damals geschossen haben, ein ganz anderes Look and Feel transportiert, als das die normalen Health Brands machen. Genau, das war schon sehr strategisch.
SPEAKER_1
[ 00:19:58,783 ] Und das sehr erfolgreich, würde ich sagen. Wie merkt ihr das dann, dass ihr sozusagen vielleicht das Brand Game gerade ownt, würde ich mal in Neudeutsch so formulieren und dass ihr tatsächlich eine Begehrlichkeit schafft?
SPEAKER_2
[ 00:20:11,574 ] Also es fing an damals mit ganz vielen Leuten. Unsere ersten Kunden wollten Ambassadors werden. Und das war schon ein sehr großes Lob, weil die eben für uns tatsächlich gewisse Event-Konzepte und unsere Brand-Message nach außen posaunen wollen. Und wir dann angefangen haben, ein Ambassador-Programm zu machen. darauf aufzubauen und die Ambassador einfach nur aus Überzeugung und aus Stickiness zur Brand, weil sie die Brand cool finden, weil sie dazugehören wollen, für uns, mit uns, gemeinsam an uns arbeiten und diese Brand einfach größer machen, gemeinsam größer machen. Das ist natürlich das erste Lob.
SPEAKER_2
[ 00:20:54,436 ] dass diese Community dann direkt am Anfang extrem schnell gewachsen ist und auch weiterhin wächst und wir Leute wirklich in ganz Deutschland haben, die uns kennen, teilweise auch für Events, die wir machen, weil wir auch gesagt haben, wir wollen nicht nur online stattfinden, sondern auch in real life. Verhungert in der Zeit von Corona an sozialen Interaktionen, auch durch das Zeitalter der KI, sind Leute eher darauf wieder getrimmt. dass sie Interaktionen haben wollen und einfach sich mit gewissen Brands identifizieren. Deswegen wollen wir diese Brand noch weiter aufladen und merken, dass Leute dafür extra anreisen für gewisse Event-Formate, die wir machen, zum Beispiel den Sauna Rave.
SPEAKER_2
[ 00:21:38,603 ] Das sind halt Erfolge, die wir immer wieder so mitbekommen oder auch... Und natürlich spiegelt sich das auch in den Zahlen wieder. Wir sind auf zwei verschiedenen Channels unterwegs und wachsen auf beiden Channels extrem stark und merken halt, Auch mit den Leuten, mit denen wir zusammenarbeiten, dass wir teilweise viel größer wahrgenommen werden, als wir eigentlich sind. Weil wir sind ein Team von drei bis vier Leuten als Fulltime-Leute, die hier daran arbeiten. Natürlich auch mit Freelancern hier und da ein paar mehr. Aber am Ende sind wir noch ein sehr, sehr kleines Team, ein sehr leanes Startup und wirken aber schon deutlich größer und das ist das, was wir immer wieder zurückgespiegelt bekommen.
SPEAKER_1
[ 00:22:24,975 ] Ich weiß ja, dass du vor diesem Termin einen anderen Termin hattest, einen Investor-Termin. Inwiefern oder welche Rolle spielt denn Marke für die Investoren?
SPEAKER_2
[ 00:22:36,969 ] Es gibt, ich muss die Frage, glaube ich, gestaffelt beantworten. Es gibt Investoren, die haben Brand-Erfahrung, die haben Consumer-Erfahrung und die wissen, was Brand für einen Wert hat. Es gibt andere, die sind sehr Traction-basiert und kennen den Wert einer Brand nicht. Und das Ding ist, beim Brand-Aufbau gilt immer, dass du in Vorleistung gehen musst. Das heißt, du musst erst die Brand aufbauen und das dauert seine Zeit. Du musst halt entsprechend viel an der Brand arbeiten, die Brand weiterentwickeln und das spiegelt sich nicht unbedingt sofort in den Zahlen wieder und hat teilweise ein Lack. Je nachdem, je nach Phase und so weiter, du investierst natürlich dann entsprechend deutlich mehr am Anfang in die Brand als in verschiedene andere Kanäle.
SPEAKER_2
[ 00:23:27,794 ] Und einige Investoren verstehen das und sehen den Wert, vor allen Dingen, weil sie den Hebel sehen. Andere Investoren sind skeptisch, weil sie den Proof-of-Concept nur über Zahlen sehen oder nur über Performance in anderen Sphären und die Brand gar nicht mit eingewichten. Wir haben aber glücklicherweise und das ist auch dankenswerterweise, weil ich eben aus dem Bereich komme und vorher mir ein Netzwerk aus Business Angels, aus Investoren, aus Venture Capitalists aufgebaut habe. Uns in der ersten Runde, das war eine Angel-Runde, ganz bewusst dafür entschieden, dass wir erstmal nur mit ehemaligen Gründern oder Consumer-Investoren mit ein paar Ausnahmen an den... Start gehen, die aber auch schon mal erfolgreiche Consumer-Brands aufgebaut haben.
SPEAKER_2
[ 00:24:17,131 ] Und es gibt die ein oder anderen bei uns auf dem Cap-Table, die teilweise aufgrund des starken Brandings investiert haben. Ich würde sagen, das ist nicht der Standard-Case. Das ist definitiv so, weil ich die Runde sehr, sehr penibel vorbereitet habe und wir auch einfach schon eine gewisse Auswahl hatten in der In der Auswahl und Selektion der Investoren, die dann am Ende auch bei uns mit dabei sind.
SPEAKER_1
[ 00:24:44,040 ] Total spannend. Und ihr habt ja auch durch die Brand überhaupt eine Community geschaffen, muss man ja auch sagen, die euch jetzt wieder weiterhilft. War Community von Anfang an vorgesehen oder ist es wirklich so passiert, Leute sind euch zugekommen und ihr habt gesagt, was machen wir jetzt damit? Machen wir die Community.
SPEAKER_2
[ 00:25:03,832 ] Ja, also es war so, wenn du ein Supplement auf den Markt bringst, dann braucht es erstmal, bis du das Produkt in der Hand hältst und etwas verkaufen kannst, vergehen so drei, vier, fünf Monate mit Produktentwicklung und so weiter und so fort. Eine Idee. Irgendwann hatten wir eine Gesellschaft, aber auch erst deutlich später und wollten diese Idee die ganze Zeit challengen und testen. Das heißt, was haben wir gemacht? Wir haben von Anfang an Events organisiert mit dem Recovery und Hydration Gedanken und haben eben raus posaunt und das war unsere Anti-Wellness-These, die wir von Anfang an in den Start gebracht haben. Als wir gestartet haben, war Longevity und dieser Optimierungswahn extrem groß.
SPEAKER_2
[ 00:25:59,858 ] Alle haben optimiert, alle haben getrackt, jeder trägt einen Aura-Ring, ein Whoop-Band und so weiter und so fort. Ich finde, mittlerweile sieht man das gar nicht mehr so oft, aber vor einem Dreivierteljahr war das noch ein bisschen anders. Und das... hat dazu geführt, dass unsere Anti-Wellness-Recovery-Thematik extrem eingeschlagen
ist. Das heißt, wir haben gesagt, es ist ja schön und gut, dass ihr alles optimiert, aber das führt eigentlich zu noch mehr Druck. Und lasst uns mal von diesem Leistungs- und Druckgedanken rausgehen. Und uns das normale, das everyday... Day Leben angucken,
SPEAKER_2
[ 00:26:34,985 ] weil keiner von uns nimmt sich eigentlich die Zeit, sich mal auf den Tag vorzubereiten, sich die Zeit zu nehmen, wirklich zu regenerieren, mal wirklich von den Daten wegzugehen und auf sich zu gucken. wegzugehen von der Leistung, hinzugehen zur Regeneration als Teil der Leistung, weil ohne Regeneration, das lernst du natürlich im Sport als erstes, wenn dein Körper erschöpft ist, dann kannst du nicht leisten. Das heißt, es ist ein aktiver Teil deines Lebens, dich zur Ruhe zu setzen.
SPEAKER_2
[ 00:27:08,508 ] Und das haben wir Und dann kamen echt viele Leute auf uns hin und meinten, hey, endlich mal jemand, der in Deutschland nicht nur auf Leistung und nicht nur auf Ergebnisse pusht und eben dieses Recovery for the Reckless, so leb dein Leben, erhol dich auch, es ist alles vollkommen in Ordnung, es gehört zum Leben dazu, das ist halt das normale Leben. musst nicht immer performen, performen, performen, sondern du kannst auch mal Dinge gerade sein lassen, du kannst auch mal über die Stränge schlagen, du kannst auch mal zu viel arbeiten, zu viel feiern, zu viel wach sein, was auch immer.
SPEAKER_2
[ 00:27:47,064 ] Das kam tatsächlich dann relativ organisch so, dass wir dann angefangen haben, auf wöchentlicher Basis Events zu hosten und sich aus diesen Events eine Community gebildet hat. Und wir dann diese Community relativ schnell gebündelt haben, relativ schnell diese Ambassadors. in ein Programm übergeleitet haben und wir dann gesehen haben, okay, da sind Signale und diese Signale haben wir für uns als Zeichen genommen, dass wir auf einem fruchtbaren Boden unsere Brand aufbauen und es eine Rechtfertigung für Luge gibt oder auch eine Bestehensgrundlage.
SPEAKER_1
[ 00:28:26,872 ] Damit habt ihr die Herzen der Community gewonnen. Ihr habt ja auch die Herzen von dem einen oder anderen Creator und Ambassador gewonnen. Ihr macht natürlich irgendwie auch Creator-Kooperationen und so weiter. Das sieht von außen auch immer super einfach aus. Was sind denn die Herausforderungen dabei von innen gesehen?
SPEAKER_2
[ 00:28:44,912 ] Mit Creatoren zu arbeiten. Als kleine Brand hast du natürlich Budgetlimitierungen und du musst dir dann die Frage stellen, wenn du ins Influencer-Marketing gehst und dafür bereit bist, welche Influencer sprichst du an? Und ich bin kein Fan mehr oder wir sind kein Fan mehr davon, dass wir sagen, Hauptsache eine große Follower schafft große Follower gleich gute Reichweite. Gleich Konvertiert gut, das war mal. Das ist auf jeden Fall nicht mehr so. Du zahlst viel zu hohe Budgets für wahrscheinlich wenig Conversion. Gibt bestimmt die einen oder anderen Ausnahmen, bei denen das sehr, sehr gut ist, aber das können wir uns einfach als junger Brand nicht leisten. Das heißt, wir sind von vornherein auf Mikro- und Medi-Influencer gegangen.
SPEAKER_2
[ 00:29:34,203 ] Und haben uns angeguckt, wer passt zu unserer Brand. Und da haben wir uns am Anfang sehr stark die Hybridathleten ausgesucht, weil sie sowohl im Sport pushen als auch im Nachtleben. Und halt dieses normale, du musst halt nicht perfekt sein, du kannst eben genau in dieses Narrativ reinspielen und so dich positionieren. Mit den Influencern haben wir gearbeitet und zwar mit Influencern, die tatsächlich eher eine
kleinere Community haben, aber eine sehr loyale Community und schon eine gewisse Strahlwirkung in diese Zielgruppe, die dann immer wiederkehrend gewisse Touchpoints generiert. Bei den Leuten, die wir erreichen wollen. Und da haben wir uns halt genau die ausgesucht, die dann für uns relevant und gut waren. Ja, die Herausforderung, du musst dich komplett rumprobieren.
SPEAKER_2
[ 00:30:32,868 ] Also du testest, testest, testest, bis du dann jemanden gefunden hast, der dann auch tatsächlich wirklich gut ist und zur Marke passt. dann aber auch die richtige Zielgruppe erreicht und konvertiert. Das ist halt ein gewisser Dschungel. Entsprechend musst du genügend testen, bis du die Creator findest, die dann auch am Ende für dich funktionieren. Weil am Ende ist es genau das. Wir haben verschiedene Methoden da auch auf... aufgebaut. Mittlerweile sind wir dabei, dass wir eine eigene Creator Academy aufbauen. Dafür ist meine Mitgründerin Lotte zuständig, weil sie, das ist glaube ich auch nochmal ein ganz guter Vorteil von uns beiden als Team. Sie ist Gen Z, ich bin Millennial, ich komme nicht so gut mit Creatoren Sie kommt super gut mit Creatoren, klar.
SPEAKER_2
[ 00:31:20,171 ] Insofern kann sie da auch die komplette Kommunikation leiten und hat auch ein Faible dafür. Und entsprechend weiß sie auch, wie... wie die angesprochen werden wollen und so weiter und so fort und baut jetzt tatsächlich auch eine gewisse Academy mit denen gemeinsam auf, die dann ähnlich wie bei unserem Ambassador-Programm für uns stehen und auch für uns dann entsprechend werben und mit uns wachsen.
SPEAKER_1
[ 00:31:46,419 ] Und wie wählt ihr die aus? Also ist das wirklich Bauchgefühl? Am Anfang war es das vielleicht oder habt ihr inzwischen eine Art Brand Kompass, wo ihr sagt, das sind Werte, die wir als Brand haben, das sind deswegen auch Werte, die diese Person haben muss. Habt ihr da ein Vorgehen? Habt ihr das systematisiert oder ist das wirklich noch, ihr lebt ja die Marke, ist das Bauchgefühl?
SPEAKER_2
[ 00:32:05,555 ] Nee, wir können leider nicht nach Bauchgefühl gehen, weil wir zahlen ja auch was dafür und entsprechend schauen wir uns natürlich auch, abgesehen von den Brandwerten, die stimmen müssen, von wie positioniert sich die Person, der Creator, für was steht der Creator, wie kommunizieren die, passt das generell. Allzudem passt es auch zu unseren Kunden, zu unserer Brand. Wenn das stimmt, dann schauen wir natürlich eine Ebene tiefer, dann gucken wir uns die Traction an, dann gucken wir uns natürlich an, wie stimmt das Verhältnis Follower zu Reichweite, dann entsprechend aber auch die ganzen anderen KPIs.
SPEAKER_2
[ 00:32:45,583 ] die im Influencer-Marketing wichtig sind und dann testen wir entsprechend, wenn der Test dann durch ist und da ein Haken hintergesetzt ist, dann machen wir in der Regel einen Testlauf und wenn der Testlauf erfolgreich ist, dann können wir auch die Partnerschaft mit der Creatorin oder mit dem Creator ausbauen und mittlerweile haben wir so ein paar Agenturen, mit denen wir sehr erfolgreich zusammenarbeiten, die ein Portfolio von Influencern haben, die sehr gut zu uns passen, mit denen wir aber auch als Agentur eine sehr gute Erfahrung gemacht haben und genau, da sind wir mittlerweile auch ganz gut aufgestellt.
SPEAKER_1
[ 00:33:24,496 ] Okay, und ich nehme an, Vertrauen ist eins der wichtigsten KPIs am
Ende des Tages, auch für euch als Brand. Ja. Und da habt ihr ja einen Spagat zu meistern aus Lifestyle und Vertrauen. Wie schafft ihr das? Oder sagst du, es ist gar kein Widerspruch?
SPEAKER_2
[ 00:33:43,481 ] Als Supplement-Brand bist du in Deutschland an sehr starken Health-EU-Claims angewiesen und musst dich danach ausrichten. Das heißt, du musst Vertrauen aufbauen. Und wir hatten witzigerweise vor ein paar Wochen ein Gespräch mit jemandem, der uns im Shop auch dieses Trusts... verkaufen wollte, wo ich sage, so wichtig ist es jetzt noch nicht. Es ist aber wichtig und du musst als Brand transportieren, dass das, was du entsprechend auch an Elektrolyten in der Formulierung hast, gut ist. Und du kannst gerne gleich mal dein Feedback teilen. Auf jeden Fall ist es bei uns so, dass wir von Anfang an auf die Formulierung sehr viel Wert gelegt haben. Wir haben in unserer Elektrolytformel die vier wichtigsten Elektrolyte drin. Das sind Natrium, Kalium, Chlorid und Magnesium.
SPEAKER_2
[ 00:34:37,911 ] Und haben beim Magnesium zum Beispiel, es gibt 16 verschiedene Arten von Magnesium und die einen oder die anderen sind besser bioverfügbar. Das heißt, können besser vom Körper aufgenommen werden als andere. Viele Brands nutzen sehr günstige Arten von Magnesium, weil das dann am Ende deine Rohstoffe günstiger macht und deine Produktkoks natürlich. Wenn du aber Elektrolyte als Daily Hydration verkaufen möchtest, so wie wir es machen, Für den täglichen Use Case, dann brauchst du Elektrolyte und auch Zutaten, die jeden Tag verträglich sind und jeder Magen ist anders. Das heißt, wir haben das Magnesium mit der besten Bio-Verfügbarkeit ausgesucht. Das heißt, du kannst es jeden Tag trinken, du kannst es auch stacken mit deinem eigenen Magnesium.
SPEAKER_2
[ 00:35:29,844 ] Und dir würde es gut gehen, weil wir Magnesium bis Glycinat da drin haben. Die meisten nehmen Magnesiumoxidit oder Citrat, was im schlimmsten Falle sogar abführend sein kann. Gut zu wissen. So, dann haben wir entgegen der anderen Elektrolyte, die auf dem Markt sind, die sehr viel in die Sportecke oder auch... Performance-Ecke gehen, haben wir nicht 1000 Milligramm Natrium drin, sondern 400 Milligramm Natrium. 400 Milligramm Natrium sind eine Dosierung, die du täglich zu dir nehmen kannst, ohne deine Nieren zu gefährden oder auch ohne Bluthochdruck oder sowas zu fördern. Das heißt, es gibt dir genau das zurück, was du verlierst.
SPEAKER_2
[ 00:36:10,428 ] Bei täglicher Anstrengung, wenn du Sport machst, kannst du sogar zwei Loosh trinken oder auch mal drei, wenn es wirklich richtig heiß ist, wie bei der Hitzewelle vor ein paar Wochen mit 42 Grad. Du gefährdest deinen Körper nicht, wenn du es jeden Tag zudem nimmst. Das heißt, wir haben von Anfang an wirklich da auf die besten Zutaten und Rohstoffe geachtet und auch in der Zusammensetzung auf eine... Formulierung, die dich fördert und unterstützt und sind da natürlich auch entlang der Richtlinien der EU-Gesundheitsrichtlinien gegangen. Das haben wir natürlich auch auf unserem Shop ausgewertet und entsprechend steht das überall. Das heißt, der Kunde kann sich überall informieren über unsere Inhalte. Wir haben es mit einem wissenschaftlichen Team produziert, claimen das auch.
SPEAKER_2
[ 00:36:55,056 ] Natürlich auf der Webseite müssen wir auch, weil natürlich arbeiten wir auch mit den Merkmalen, die in... Vertrauen geben. Das heißt, ja, die Recovery for the Reckless Attitüde, das suggeriert das Branding, aber das, was du als Produkt bekommst, die Produktqualität, ist trotzdem genauso wichtig und das kann auch Hand in Hand
gehen, weil Branding ist das eine, das hebelt dein Marketing und das hebt dich vom Rest ab und Produktqualität ist das andere und das muss trotzdem stimmen.
SPEAKER_1
[ 00:37:23,919 ] Das muss am Ende ja im besten Fall auch zusammenpassen. Total verstanden. Gleichzeitig finde ich es jetzt schon sehr spannend, nochmal ein bisschen nachzuhaken, weil das sind ja erstmal sehr trockene Sachen, die du erzählst. Natrium, Magnesium, blablabla. Und gleichzeitig schafft ihr es ja, das schon zu emotionalisieren. Was glaubst du, wie ihr das, wie gelingt euch das?
SPEAKER_2
[ 00:37:49,653 ] Ja, das Ding ist, auch gerade wenn du Marketing machst, gehen wir jetzt mal in die verschiedenen Channels rein, Performance-Marketing. Dann kannst du sehr langweilige Ads machen, die dir dann... sagen, ja, Natrium, Chlorid, Magnesium und so weiter haben die und die Funktion und wenn du es jeden Tag zu dir nimmst, dann fühlst du dich besser, kannst mehr leisten und so weiter und so fort. Und das ist dann das gleiche, sag ich mal, bla bla, was du bei jeder anderen Hydration-Brand hörst. Und dann fragt sich der Kunde ja, okay gut, warum soll ich jetzt Loosh nehmen oder Andere Brands, die es auf dem Markt gibt. Und wie schaffen wir es zu emotionalisieren?
SPEAKER_2
[ 00:38:34,244 ] Mit unserer Brand, indem wir auf verschiedenen Ebenen, mit denen wir mit dem Kunden kommunizieren und wir haben ja verschiedene Touchpoints, du brauchst in der Regel ein paar Touchpoints, bis du einen Menschen überzeugst und er kunden wird. unsere Brand transportieren. Sei es unsere In-Real-Life-Event-Formate. Wir machen Event-Formate, die Gesundheitskonzepte mit Spaß kombinieren. Was meine ich damit? Wir machen ein Sauna-Rave. Also du gehst in die Sauna oder in den Eisbaden und hast ein Techno-Rave dabei. Wir machen Run-and-Rave. Du gehst laufen und hast entsprechend Technomusik dabei und es geht nicht nur um Laufen, sondern es geht auch um Dancen, es geht auch um Spaß haben.
SPEAKER_2
[ 00:39:20,358 ] Alles natürlich immer mit der Produktexperience kombiniert, dass du halt auch da immer wieder mit dem Produkt in Berührung kommst und die Leute das dann halt auch damit verbinden. Wir haben verschiedene Event-Formate, die wir immer wieder aufmischen mit unseren Raves und kombinieren mit Spaß. Es gibt ja aber auch mittlerweile, auch gerade im Ausland, und wir sind somit die Ersten, die es nach Deutschland gebracht haben mit dem Sorna Rave letztes Jahr, eine... sag ich mal, ich weiß nicht, ob es das Wort gibt, aber Festivalisierung von Gesundheitskonzepten, von eben gesagt, das neue Feiern ist nicht mehr das Feiern, wie wir Millennials gefeiert haben, das 7 Uhr morgens im Berg heim. Sondern du verabredest dich mit deinen Leuten, machst Sport zusammen und lebst das Leben.
SPEAKER_2
[ 00:40:17,637 ] Oder du gehst in einen Café und hast einen Sober-Rave im Café. Solche Sachen. Das sind unsere In-Real-Life-Formate, die wir machen. Wir kommunizieren natürlich aber auch ganz anders. Wir haben verschiedene Giveaways, verschiedene Eventformate, verschiedene Social Strategien auf Social Media, wo wir immer wieder gewissermaßen Sachen machen, die der Kunde vielleicht nicht von uns erwartet oder die der Kunde nicht von einer Gesundheitsbrand erwartet. in gewisser Maßen eine Kommunikation, die sexier ist, als man das erwartet. Wir wurden auch schon mal als Sexy Hydration Brand betitelt, weil wir in unseren Creatives diese Recklessness abbilden. Das heißt, wir haben in Cocktails, Gläsern unsere Elektrolyte serviert und anstatt einen Löffel zu nehmen, wenn du es einrührst, haben wir unseren Finger benutzt und den Finger abgeleckt.
SPEAKER_2
[ 00:41:18,105 ] Und das mag vielleicht ein bisschen obszön sein, aber das ist das, wie wir eben das ganze Thema aufladen, weil wir dir sagen wollen, du kannst Spaß machen. Du kannst Spaß haben, dich auf dein Leben vorzubereiten. Elektrolyte helfen dir dabei, durch all diese ganzen intensiven Momente durchzukommen. Und das versuchen wir eben nicht durch langweilige Funktionalität, sondern durch kreative Umsetzung.
SPEAKER_1
[ 00:41:45,513 ] Sehr gut. Ich muss auch ein Kompliment aussprechen. Ich liebe Wortspiele. So irgendwie mein Heritage und ich liebe Precovery, das habe ich bei euch auch entdeckt, finde ich großartig und ich finde auch das großartig, muss ich sagen. Also ich bin ein bisschen mehr auf der grünen Seite als auf der rosa Seite, das liegt aber daran, dass ich, bin ich der größte Erdbeer-Fan, so generell nicht, aber ich finde das total großartig und ich nehme mal gleich nochmal einen Schluck. Genau. Und ich würde das einmal abschließen, zumindest das Probieren hier, weil ich habe eine kleine Schnellfragerunde für dich vorbereitet. Das sind entweder oder Fragen. Und ich bin sehr gespannt, was du sagst. Produkt oder Marke?
SPEAKER_2
[ 00:42:33,796 ] Schwierig. Marke.
SPEAKER_1
[ 00:42:36,708 ] Bauchgefühl oder Daten?
SPEAKER_2
[ 00:42:41,539 ] Auch schwierig.
SPEAKER_1
[ 00:42:44,493 ] Ich habe nicht gesagt, dass es einfach wird.
SPEAKER_2
[ 00:42:47,797 ] Bauchgefühl. Bauchgefühl.
SPEAKER_1
[ 00:42:50,620 ] D2C oder stationärer Handel?
SPEAKER_2
[ 00:42:52,240 ] D2C.
SPEAKER_1
[ 00:42:53,368 ] Da frage ich gleich noch was. Ein großer Creator oder zehn kleinere?
SPEAKER_2
[ 00:42:59,466 ] Zehn kleinere.
SPEAKER_1
[ 00:43:01,355 ] Perfekt vorbereiten oder schnell testen?
SPEAKER_2
[ 00:43:05,033 ] Schnell testen.
SPEAKER_0
[ 00:43:06,919 ] Okay.
SPEAKER_1
[ 00:43:08,490 ] Und sag mal, wieso D2C oder stationärer Handel? Du hast D2C gesagt, klar, ihr seid noch D2C, aber wahrscheinlich mit dem Ziel.
SPEAKER_2
[ 00:43:15,779 ] Genau, wir sind ja mit einem Pulverformat gestartet und nicht mit einem Ready-to-Drink. Und das auch ganz bewusst. Du kannst es überall mitnehmen. suggerieren ja sowieso, dass du es in deinen Alltag integrieren kannst. Es ist ein Format, was sich sehr, sehr einfach D2C verkaufen lässt und was du auch als Brand D2C erstmal aufbauen kannst. kannst. Stationärer Handel, der Erfolg im stationären Handel ist immer von gewissen verschiedenen Bedingungen abhängig. Wir sind tatsächlich schon in Gesprächen, also wir bereiten das vor, das Thema definitiv.
SPEAKER_2
[ 00:43:50,086 ] Das heißt, wir haben es auch auf dem Plan, aber ich bin der Überzeugung, dass du gerade im Hydration-Segment im Elektrolyt-Pulver-Format sehr, sehr gut D2C wachsen kannst und gar nicht unbedingt die Notwendigkeit hast, um groß zu werden, in den Handel zu gehen, sondern du kannst auch ohne Handel groß werden.
SPEAKER_1
[ 00:44:09,813 ] Du hast ja auch internationalen Background und so weiter, deswegen jetzt hier die Frage, glaubst du, das ist ein speziell deutsches Ding, dass der Handel immer noch so wichtig ist oder ist das?
SPEAKER_2
[ 00:44:22,537 ] Nee, ich glaube nicht. Ich glaube auch und deswegen sind wir ja auch als Brand trotzdem dabei, das Thema vorzubereiten, dass Elektrolyte ein Impulsprodukt sind. Gerade wenn du es daily nutzt. Die Use Cases, die es bedient, die Probleme, die es löst, die sind natürlich on a daily basis da, aber sie sind auch opportunitätsgetrieben. Das heißt, wenn du mal feiern gehst, wenn du auf einer Reise bist, wenn du wie auch immer, gibt es immer wieder Use Cases, die das als Impuls, für einen Impuls, Und dafür ist der Handel perfekt. Das heißt, wenn du es an der Kasse hast oder im Supermarkt oder in der Drogerie schnell mal mitnehmen kannst, super wichtig, total gut.
SPEAKER_2
[ 00:45:07,846 ] Und ich glaube, dass wir da in Deutschland auch stückweise immer noch sehr stark Ja, den Erfolg von einer Brand irgendwie in gewisser Weise von der Verfügbarkeit im Handel ausmachen und der deutsche Consumer faul ist. Und sich nicht in einen Online-Shop einwählt und dann gewissermaßen da dann halt immer seine Bestellung macht. Das heißt, wenn du diese Verfügbarkeit im Handel hast, dann umso besser für dich als Brand. Und die Notwendigkeit über den Zeitpunkt, wann du in den Handel eintrittst, das ist dann halt eine Sache, wo ich sage, bei uns in unserem Markt nicht unbedingt notwendig, ein Add-on.
SPEAKER_1
[ 00:45:55,636 ] Okay, verstanden. Und das ist ja auch dann eine Entscheidung, das zu tun. Und Entscheidung ist für mich das nächste Stichwort. Nämlich, was würdest du sagen, war die prägendste Entscheidung, die ihr für Loosh gefällt hat?
SPEAKER_2
[ 00:46:09,183 ] Prägendste. Ich als Gründerin oder generell für Loosh?
SPEAKER_1
[ 00:46:17,307 ] Gerne auch beides.
SPEAKER_2
[ 00:46:20,055 ] Ich würde tatsächlich sagen, die prägendste Entscheidung ist die Wahl meiner Mitgründerin gewesen, weil ich mich jetzt auch, wir haben im August letztes Jahr gegründet, wir sind im Februar gelauncht, wir sind jetzt durch verschiedene Phasen des Unternehmens gegangen. Und auch des Unternehmensaufbaus. Und ich bin sehr fest davon überzeugt, dass der Erfolg von Loosh natürlich nicht nur von mir abhängig ist, sondern auch von meinem Team. Und vor allen Dingen von meiner Mitgründerin.
SPEAKER_2
[ 00:46:47,433 ] Und wir ziehen so sehr an einem Strang und halten uns, wenn der eine mal stärker ist oder der andere mal schwächer ist und wechseln uns da echt richtig gut ab, dass ich das niemals ohne sie machen wollen würde und dass ich glaube, dass das die wichtigste Entscheidung war, die ich je gefällt habe.
SPEAKER_1
[ 00:47:07,113 ] Ich hoffe, deine Mitgründerin hört das. Und sag mal, und für die Marke Dusch, habt ihr da, sagst du da, das war irgendwie eine Stellschraube, dass wir das gemacht haben und das hat alles verändert?
SPEAKER_2
[ 00:47:17,753 ] Ich glaube, es gab zwei sehr entscheidende Punkte für Loosh, die sehr wichtig waren in der Brand. Das ist das eine und das waren jeweils zwei sehr wichtige Strategie-Sessions. Das Brandkonzept, das war ein Pain, aber wir haben uns extrem viel Zeit am Anfang genommen, um das Brandkonzept auszuarbeiten, um die Tagline auszuarbeiten, um das Brandmanifesto auszuarbeiten und um uns ein Brandkonzept und eine Brandstrategie zu entwickeln. zu überlegen. Das andere ist sicherlich die Umsetzung und die Umsetzung, daran musst du tagtäglich arbeiten, bei allem, was du machst und du musst mehr Nein sagen als Ja und so weiter und so fort. Aber dass wir uns hingesetzt haben und uns die Zeit genommen haben, die Brand wirklich zu formieren, das war das eine.
SPEAKER_2
[ 00:48:11,885 ] Da ist eben dieses ganze Branding-Konzept und auch die Tagline heraus entstanden, Recovery for the Reckless. Und ein paar Monate später, als wir den Insight gewonnen haben, wie nimmt man Elektrolyte, wie können wir Elektrolyte aus dieser Notfallecke, in der es in Deutschland ist, rausholen in den Daily-Gebrauchs-Case. Als wir dann entdeckt haben, okay, es ist ein Precovery Case und reingegangen sind mit dem Markt, wir machen Precovery, weil Erholung, Recovery kommt immer viel zu spät. Aber wenn du es vorher nimmst, das ist ein kleiner Use Case, ein kleiner Verhaltensswitch, dann geht es dir deutlich.
SPEAKER_2
[ 00:48:54,596 ] Und das hat nochmal einen ziemlichen Hebel und auch eine Abhebung vom anderen Markt, also von den anderen Marktteilnehmern kreiert, mit dem wir uns einfach in der Marke selbst sehr gut fühlen und sich das zeigt, dass es definitiv sehr stark ist.
SPEAKER_1
[ 00:49:16,510 ] Das ist tatsächlich die letzte Frage, vielleicht noch mit einer Nachfrage, aber jetzt zurückblickend, was war das größte Learning? Ihr seid jetzt eine Weile unterwegs, ihr seid eine Weile zusammen unterwegs. Was ist für dich so, das hätte ich vorher nie gedacht oder das habe ich auf jeden Fall mitgenommen oder gelernt?
SPEAKER_2
[ 00:49:34,883 ] Ich habe sehr viel gelernt. Ähm, ich lerne auch immer weiter. Ich glaube im Brandaufbau, eine Brand aufzubauen ist deutlich schwieriger als man denkt.
SPEAKER_0
[ 00:49:48,353 ] Du musst,
SPEAKER_2
[ 00:49:50,550 ] wie gesagt, deutlich mehr Nein sagen, du musst dich hinsetzen, du musst dir Zeit für Strategie nehmen, du musst immer wieder an der Brand feilen. Und auf der anderen Seite, du darfst dich viel mehr trauen. Wir dürfen noch viel lauter sein, noch viel provokanter, weil der Markt sowieso langweilig ist, wenn du dir das Packaging anguckst. Und generell, ich frage mich, je mehr ich als Gründerin von Luge in... in diesen Weg reingehe und als Gründerin von Loosh auch wachse und ich bin zuständig für Creatives, für Kampagnen und so weiter und so fort, desto mehr merke ich.
SPEAKER_2
[ 00:50:30,361 ] Dass wir uns gerade in diesem Supplementmarkt, der sehr funktional ist, noch viel weiter aus dem Fenster lehnen können, noch viel mutiger sein können, was Werbesprüche angeht, weil wir dadurch eben einfach deutlich mehr auffallen. Und am Anfang denkst du noch immer, oh Gott, was sagen die anderen? Wie kommt das an? Es sind immer die Sachen, bei denen wir am lautesten waren, bei denen wir am extravagantesten waren, bei denen wir uns was getraut haben. durch die dann große Brands auf uns aufmerksam werden und mit uns kollaborieren wollen. Und ja, das ist einfach ein riesengroßes Learning, dass ich mich und dass wir uns alle kreativ noch viel mehr ausleben können und dass die Marke noch viel lauter werden darf, als sie jetzt gerade ist.
SPEAKER_1
[ 00:51:23,383 ] Jetzt habe ich sogar noch zwei Fragen. Weil du es jetzt ganz oft gesagt hast, du sagst öfter Nein sagen. Gleichzeitig sagst du mutiger sein. Ist das nicht ein Widerspruch? Oder was meinst du mit öfter Nein sagen?
SPEAKER_2
[ 00:51:33,663 ] Öfter Nein sagen ist, wir kriegen jeden Tag mehrere Inbound-Anfragen von Leuten, die mit uns arbeiten wollen. Leuten, die unsere Produkte haben wollen für ihre Events, für ihre Aktivierungen. Brands, die mit uns gemeinsam Aktivierungen umsetzen wollen. Und mit öfter Nein sagen meine ich, nicht jede Brand passt zu uns. Nicht jede Brand hat die gleiche Zielgruppe, gleiche Mission, gleiche Stärke. Es kann sogar sein, dass eine Brand größer ist als wir, aber trotzdem nicht zu uns passt. Und wenn wir uns mit dieser Brand aber in der Öffentlichkeit zeigen, dann würde das entsprechend auf unsere Brand einzahlen. Das heißt, wir müssen einfach da ganz genau unserem Brandschema folgen. Und zu den Personen, zu den Partnern Nein sagen, die einfach nicht zu uns passen.
SPEAKER_1
[ 00:52:26,580 ] Das heißt, du würdest sagen, du wirst zum Brandwächter?
SPEAKER_2
[ 00:52:29,560 ] Ja.
SPEAKER_1
[ 00:52:30,420 ] Und gleichzeitig musst du aber den Mut haben, die Brand, die du dir
ausgedacht hast oder die ihr euch ausgedacht habt, zum Leben zu erwecken. Das ist sozusagen der Mut, den du da... Verstanden. Jetzt noch tatsächlich die Abschlussfrage. Vielleicht auch ganz einfach, vielleicht auch ganz schwierig, ich weiß es noch nicht. Ich bin gespannt, wenn du Luge nicht mit einem Produkt, sondern mit einem Gefühl beschreiben müsstest, was wäre es?
SPEAKER_2
[ 00:52:56,446 ] Das ist sehr einfach. Gut,
SPEAKER_1
[ 00:52:58,226 ] das freut mich.
SPEAKER_2
[ 00:53:00,846 ] Für mich ist Loosh die Energie, die du ausschüttest, wenn du das Leben bunt lebst. Und so haben wir es von Anfang an geframed. Das heißt, für mich ist Loosh das Gefühl der Lebensfreude, also wirklich der Lebensintensität. Wenn du das Leben in Fülle lebst, das ist Loosh für mich.
SPEAKER_1
[ 00:53:20,158 ] Sehr spannend. Vielen Dank für deine Zeit, für deine Antworten. Jetzt habe ich noch wirklich eine allerletzte Frage. Was ist deine Lieblingssorte?
SPEAKER_2
[ 00:53:26,638 ] Meine Lieblingssorte ist tatsächlich Erdbeerminze. Und ich trinke es gerade echt total gerne mit Eiswürfeln morgens, weil es irgendwie so ein Sommerspaßgetränk ist, aber dir auch gut tut. Aber es wechselt sich auch immer. Ich freue mich tatsächlich sehr auf unsere neue Sorte, die ab August dann rauskommt.
SPEAKER_1
[ 00:53:46,315 ] Ich bin gespannt. Vielen Dank dir.
SPEAKER_2
[ 00:53:48,015 ] Danke dir. Hat Spaß gemacht.
SPEAKER_1
[ 00:53:49,782 ] Ich auch.